als ich wieder erwache blicke ich auf einen älteren mann mit graumeliertem haar und weißem bart, der einen kittel trägt und irgendwelche sachen auf einem notizbrett schreibt.

– wo bin ich? wer sind sie?
– sie sind in einem u.g.a. des bnd in dresden. mein name ist irrelevant.
– was ist ein u.g.a.?
– eine unterirdische geheimanlage.
gerade in dem moment taucht onkel konrad mit 3 anderen leuten auf.
– ah, ich sehe du hast dich mit doktor irrelevant schon bekannt gemacht. das hier ist mein team, dirk t. sanchez, russ t. trombone und jelly doughnut.
– wie? haha. die heißen echt so? ihr wißt schon, was das alles is, oder?
– das sind decknamen und ja. aber das ist jetzt auch egal, wir sind nicht zum spaß hier, die situation ist ernst, in der zeit, in der wir hierher geflogen sind und du abwesend warst, haben die russen zugeschlagen und sich safi geschnappt, es ist nur eine frage der zeit, bis sie den sender entdecken. wir müssen schnell handeln und dürfen keine zeit mit langem gefasel über unwichtige dinge verschwenden, die uns nur davon abhalten würden, effektiv und zeitnah zuzuschlagen, denn dann würden die terroristen gewinnen. das würde bedeuten, dass wir verlieren und verlierer müssen nach dienstschluss in der kneipe für die anderen bezahlen, aber wenn wir alle verlieren, wissen wir nicht, wer nun für wen bezahlt, was, und das musst du zugeben, eine in der tat vertrackte situation ist, die es unter allen umständen zu vermeiden gilt.
– ja. du sprachst von keine zeit mit gefasel verlieren?
– äh genau, also pass auf, die aktuelle lage ist folgende: safi befindet sich momentan in der schweiz, in der nähe von genf, laut radar im bereich des genfer sees, wir vermuten dort ein unterirdisches labor von b.o.e.h.s.e..
– b.o.e.h.s.e.?
– bösewichter osteuropäischer herkunft und slawischer erscheinung, ein verbund von ex-kgb mitgliedern, autodieben und uri geller. aber wir sollten uns auf unseren einsatz konzentrieren. dirk, die fakten.
– gern, konrad. folgende ausgangssituation: b.o.e.h.s.e. hat b.i.a.t.s.c.h. in seiner gewalt, vermutlich in einem unterirdischen labor im genfer see. genaue informationen bezüglich der kapazität des labors liegen uns nicht vor, schätzungen und erfahrungswerte im kampf gegen andere internationale verbrechenskonglomerate sagen uns aber, dass uns dort ca. 50 b.o.e.h.s.e.-wichte erwarten, ausgestattet mit neusten waffen und äußerst gut ausgebildet. ich schätze, das wird unser bisher schwerster einsatz.
– gut, dann lasst uns gleich zur tat schreiten. gibt’s für diese mission neues spezialequipment?
– er nun wieder…
– klappe zu sanchez. nun?
– 3 dinge: erstens modifizierte reebok pump-schuhe mit jetpacks; zweitens ein boxermundschutz, der als luftquelle beim tauchen dient und, sobald man fest zubeißt, endorphine ausstößt, um die schmerzresistenz im kampf zu erhöhen; drittens eine emp-kugeln verschießende uzi, womit ihr mit ein paar gezielten schüssen die basis von b.o.e.h.s.e. lahmlegen solltet.
– wie, das is euer plan? ihr heizt mit jetpack-schuhen in deren unterirdische basis, die UNTER EINEM SEE liegt, ausgestattet mit endorphinausschüttenden mundstücken und emp-knarren, um deren elektronik zu zerficken? würde b.i.a.t.s.c.h. dabei nicht auch kaputt gehen? oder eure funkgeräte? oder die jetpackschuhe? oder dieses hightechmundstückdingens? warum ruft ihr nich gleich john rambo? was ist geworden aus unerkannt infiltrieren, dem einen wächter vor der tür von hinten eins überbraten, sicherheitskarte klauen, usw.?
– du schaust zuviel schlechte filme. in der realität überlebt man mit solchen pussytaktiken 10 minuten, höchstens.
– ich kenn nur casino und scarface. wenn du so weiter machst, zeig ich dir mal szene mit dem schraubstock aus dem einen und die mit der kettensäge aus dem anderen film.
– ok, merk dir das, ich geb nachher einen feuchten, dann können wir an dieser stelle wieder anknüpfen, momentan erscheint mir die rettung der welt wichtiger, wenn auch nur geringfügig. doktor irrelevant, stehen uns die gimmicks in fünffacher ausführung zur verfügung?
– wenn wir die prototypen mitzählen, ja.
– ok, da der herr unsere gimmicks für spielzeuge hält, hat er sicherlich keine probleme damit, die eventuell nicht funktionierenden prototypen zu benutzen.
wir begeben uns alle in einen äußerst steril wirkenden raum, in dessen mitte ein rechteckiger weißer tisch steht, auf dem sich 5 paar schuhe und 3 aufgeklappte koffer befinden. doktor irrelevant führt uns an.
– meine herren, ihre ausstattung.
er gibt uns unsere schuhe, die wir daraufhin gleich anziehen, ich habe glück, die prototypen sind zufälligerweise größe 48, ein eingeständnis an die platzbedürfnisse eines miniaturdüsenantriebs, wie mir der doktor versichert, wie meine zehen nach dem ersten erfreuten eindruck ob der schuhgröße allerdings schmerzlich merken.
– und wie kommen wir jetz nach genf?
– mit der u-bahn?
– hä?
– warts ab.

vollkommen ausgestattet, mit einer uzi an einem gurt um den hals hängend und einem mundstück in der hand betreten wir den nebenraum, gegenüber der tür, durch den wir ihn betraten eine art fahrstuhltür. der doktor holt aus seinem kittel eine fernbedienung hervor und öffnet dadurch die tür, offenbar tatsächlich die zu einem fahrstuhl. er tuschelt noch kurz etwas mit konrad, wobei er unsicher auf meine schuhe blickt und verabschiedet sich dann freundlich von uns allen. im fahrstuhl gibt es 8 sitze mit gurten und nur 2 knöpfe: oben und unten. nachdem wir uns alle hingesetzt und ich mich aufs anraten konrads wie er und die mitglieder seines teams angegurtet habe, drückt er den knopf ‚unten‘. mit einer unglaublichen geschwindigkeit bewegen wir uns daraufhin nach unten, die gurte tun ihre arbeit. plötzlich macht es PING wie bei einer mikrowelle, die kabine kommt zum halt und die tür öffnet sich, vor uns ein zug wie ihn manche flughäfen als shuttle verwenden. vor dem etwa 6m langen zug ein etwa ebenso langer bahnsteig aus weißen kacheln, makellos. wir entern den zug, konrad setzt sich hinter die futuristisch wirkende konsole in der front, drückt ein paar knöpfe und schon gehts los.

fortsetzung folgt.