samstagmorgen. ich wache auf, rufe laut „deine mutter!“ und ärgere mich, dass ich im traum mal wieder nicht schlagfertig genug war. verkatert begebe ich mich an den küchentisch. darauf erblicke ich den liebesbrief von meinem dermatologen, adressiert an mein gesicht. scheiß crystal meth. ein blick auf das kachelmann-poster an der wand lässt mich überlegen, ob ich am abend doch noch zu diesem speed dating gehen sollte. plötzlich vibriert mein handy, eine sms von susi. „bin auf dem weg zu dir. ich hoffe, du verteilst wieder die prügelstrafe.“ ich zwinkere dem kachelmann-poster zu und laufe zum schrank, um ein paar kondompackungen rauszukramen, zerreiße diese und verteile sie überall in der wohnung, um einen promiskuitiven eindruck zu erwecken. da ich im internet eine webseite über romantik gelesen hatte, lege ich rosen in einer zum schlafzimmer führenden spur aus.

kurze zeit später klingelt es an der tür. sie sieht heiß aus. ich ziehe sie in die wohnung und küsse sie, gleichzeitig fängt sie an, sich auszuziehen und kickt ihre schuhe weg. ich bewege mich hinter sie, verbinde ihre augen mit einem schal aus der garderobe und spurte ins schlafzimmer. nackt in pornopose auf dem bett liegend rufe ich nach ihr. die rosenspur sollte ihr eigentlich den weg leiten, doch plötzlich höre ich sie laut aufschreien. ich springe auf und laufe zu ihr. ihre füße bluten, sie zieht sich gerade noch eine rose aus dem fuß. scheiß romantiktipps aus dem internet, da stand nix von „stiele abschneiden“. ich rufe ein taxi, dass uns zum nächsten krankenhaus fährt.

nach zwei stunden wartezeit wird sie dann endlich behandelt. ich merke, dass der arzt kein guter ist, als er das desinfektionsmittel „aua-saubermachcreme“ nennt, dennoch frage ich ihn, ob er nach der behandlung mal schauen könne, was man aus ihr mit plastischer chirugie noch rausholen kann. wir lachen beide herzlich. sie nicht. wohl einen schritt zu weit gegangen. ich sage ihr, dass ich immer ein bild von ihr als künstlichen herzschrittmacher bei mir trüge. versichere ihr, dass, falls sie mein herz brechen würde, dessen teile zusammengefügt ein bild von ihr ergäben. aber das ist ihr alles egal. sie humpelt zum ausgang und fährt nach hause.
kurz ärgere ich mich, fahre dann aber auch nach hause. sofort gehe ich für eine stunde auf chatroulette, um mich in männlicher selbstbefriedigungstechnik weiterzubilden. stelle dann aber fest, dass ich auf dem neusten stand bin und da ich seit der anschaffung meiner nintendo wii meine masturbationsgeschwindigkeit um 17% gesteigert habe, verschaffe ich mir schnell und technisch sicher erleichterung.

dann klingelt das telefon. ich sehe im display, dass es mein finanzberater ist und überlege, ob der „arschficksong“ von sido vielleicht eine schlechte wahl als freizeichenton ist. ich drücke seinen anruf weg, sehe dabei, dass susi angerufen hat und klingle sie an. sie wolle sich versöhnen, das mit den rosen und was ich zur ihr sagte, war ja süß gewesen und dass ich für eine pointe meine oma opfern würde, wüsste sie ja. da sie nicht laufen könne, sollte ich vorbeikommen. ich springe aus dem fenster in die vorbeifahrende u-bahn. in dieser sitzend frage ich mich, ob tiere bei massentransporten auch immer blickkontakt vermeiden. außerdem lerne ich, dass der sharon-stone-basic-instinct-beinüberschlag nur als frau gut kommt. und ohne „GUCKSTE, WA?“ zu brüllen. irgendwann erreiche ich dann schließlich ihre butze, wo sie mich im bademantel empfängt. ich verstehe das als einladung und pelle mich sofort aus meiner kleidung. sie nennt mich „kleiner poser“, woraufhin ich meine boxer shorts wieder anziehe. anscheinend sind wir damit quit, denn nun steht sie am beckenrand meines genpools und überprüft die wassertemperatur. ich ziehe meine schwimmflügel an und stoße sie. im weiteren verlauf lerne ich, dass „wer ist dein daddy“ sagen zu komplikationen führen kann, wenn vaterschaftsfragen der damit angesprochenen ungeklärt sind.

am nächsten morgen klingelt mein konstantin wecker, ich drücke nochmal die schnief-taste und träume weiter.