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es war einer dieser montage, an denen man sich wünscht, auf dem mond zu sein. nachdem ich in der straßenbahn bis auf 2 stationen vor der uni stehen musste und mich dann sofort auf einen freiwerdenden platz setzte, verpasste ich, vertieft in mein buch auch prompt die station an der uni, was den wunsch mit der mondfahrt nur noch intensivierte.
auf dem weg zur vorlesung musste ich dann mithilfe galanten ausrutschens feststellen, dass goldene sneaker zwar stylish, aber nicht rutschfest sind. die welt verfluchend und mich erneut auf den mond wünschend ließ ich mir nichts anmerken, schüttelte den vorfall ab und ging weiter. im hörsaal setzte ich mich dann an einen der vielen für 1.12m große menschen aus dem jahre 1830 zugeschnittenen plätze, der versuchung laut auszurufen „HILFE ICH KANN MEINE BEINE NICHT MEHR SPÜREN“ widerstand ich nur knapp. anschließend gings zur mensa, wo milchreis auf dem speiseplan stand. freudig stellte ich mich an und vor meinem 30ten geburtstag war ich auch schon an der reihe, ließ mir von den enthusiastischen mitarbeiterinnen eine essenseinheit in das dafür vorgesehene behältnis klatschen und drehte mich nach links, um mich in der kassenschlange, oder der nach mekka, was aufgrund ihrer länge nicht erkennbar war, anzustellen. knapp vor meiner midlife crisis erreichte ich dann die kasse, an der ich dann jedoch zurückgewiesen wurde, weil es sich hierbei um die „studentenkartenkasse“ handelte, für bargeldbezahlung gab es eine andere schlange, auf die mich die kassiererin freundlich hinwies, nachdem sie mir das ende eben jener in ihrem teleskop gezeigt hatte. ich wanderte nun zum ende dieser schlange und traf dort in meinen frühen 50ern ein. als schließlich alles bezahlt war und ich mich hinsetzen wollte, lief mein enkel an mir vorbei, um sich selber etwas in der mensa zu kaufen. ich setzte mich also gemächlich hin und begann, meine milchsuppe mit reisgeschmack zu löffeln. aus unachtsamkeit – oder altersschwäche – kleckerte ich jedoch auf meinen pulli, was die krönung des tages darstellte.

ich beschloss, nach fort lauderdale zu fahren und mich auf den mond schießen zu lassen. 1,2 erledigungen, übungsstunden und telefonate später befand ich mich im cockpit einer rakete mit zielort mond, neben mir irgendein typ, den ich mal im fernsehen gesehen hatte und ein scheinbar professioneller. nach etwa 70 stunden flugzeit erreichten wir unseren zielflughafen „mond-rückseite“, wo mich die fernsehcrew der mondlandungssendung freundlich begrüßte. wir unterhielten uns über verschiedene dinge, ich lieh mir ein fondue-set und begann meine reise zum mittelpunkt des mondes. nach etwa 1000m ging uns das brot aus und wir beschlossen, den mondkäse roh zu essen. der tv-typ fluchte irgendwas vor sich hin, der professionelle verhielt sich professionell und aß sich neben mir, mit dem gesicht nach vorn, weiter durch. nach etwa 10 stunden verloren wir den tv-typen an einen – zumindest vermuteten wir das – herzinfarkt, weitere 10 stunde später erreichten wir schließlich den kern. zu unserer überraschung saß dort ein mann, der wie die zu kurz geratene asiatische variante von ed harris aussah, ausgestattet mit einem headset, auf einen monitor starrend, der, scheinbar aus egoperspektive, mein sichtfeld anzeigte. erst jetzt fiel mir auf, dass ich mein bluetooth-headset immer noch im ohr hatte und diese ganzen unglücklichen verpeiler erst geschehen waren, seit ich es benutzte, was ziemlich unglücklich war, da ich gar kein mobiltelefon besaß. ich riss es mir aus dem ohr und boxte den asiaten aufs ei. zufrieden sagte ich zu dem professionellen, dass wir meinetwegen jetzt die rückreise antreten könnten, was sich dieser nicht zweimal sagen ließ, beim dritten marschierte er jedoch los. dann aber ging es schnell und 90 stunden später konnte ich mein leben entspannt in einer vorlesung ausklingen lassen.