letztens war ich in einem katastrophengebiet, weil ich mich für ein praktikum bei einem tv-sender bewerben wollte.
ullrich klose von rtl aktuell versicherte mir dann auch, dass er mir eine vergütete praktikantenstelle besorgen könne, einziger haken: dazu müßte ich nach köln ziehen. innerlich ließ ich daraufhin eine assoziationsreihe zum thema „köln“ ablaufen. deutsches san francisco, kölsch, warmes bier. das erschien mir wenig einladend. als gegencheck tat ich daraufhin dasselbe mit berlin. deutsches new york, jubi, hertha. ok, aber ein job ist ein job. doch als ich ulli klose gerade unter vorbehalt zusagen wollte, war dieser schon längst verschwunden, ein auf dem meer treibender öltanker unter bolivianischer flagge inklusive nüchternem macauischem kapitän wurde von einem mann in einem ausgehöhlten baumstamm gerettet. ich beschloß, ihm nicht hinterherzureisen, sondern erst einmal weiterzufragen, ob und wo irgendjemand vielleicht eine praktikantenstelle zu vergeben hätte.

peter scholl-latour traf ich in einem ortsansässigem al-kaida trainingscamp, leider verstand ich nicht genau was er sagte, mein wild gebrülltes lybisch ist gebrochen seit einem ausflug nach lockerbie. vor dem trainingscamp sah ich antonia rados, auf dem zweiten blick erkannte ich dann aber, dass es sich hierbei um tom selleck handelte, der merchandise-kleidung seines neuen filmes verteilte im auftrag von „prominente retten gefährdete einwohner irsinnig vieler länder“ kurz: P.R.G.E.I.L.. von der tom selleck umwuselnden presse abstand nehmend begab ich mich weiter in den ortskern von phuket, oder, wie ich es aus zahlreichen mündern vernahm: fuck it.

dort begegnete ich einem über beide ohren strahlenden ulrich wickert, der das klima nicht zu vertragen schien, seine augen wirkten zugequollen und rot. darauf angesprochen, ob er mir eventuell ein praktikum bei den tagesthemen vermitteln könne, antwortete er nur hustend „kein plan alter, aber ich wär im moment echt dankbar für was zu trinken“ ich gab ihm etwas von dem hochprozentigen, den ich heiner bremer kurz zuvor in einem massagesalon abschwatzen konnte. dankbar lud er mich zu einer sportzigarette ein, ich lehnte großzügig ab, die opium-impfung vom flughafen wirkte noch.

nachdem ich durch die ganzen quasi-absagen des tages doch ein wenig enttäuscht war, beschloss ich, mich in mein hotel zurückzuziehen, um in der lobby nach tv-menschen ausschau zu halten. tatsächlich wurde ich auch fündig, jürgen lippert begegnete mir an der bar, schick gekleidet mit anzug und fliege, wie es sich jedoch herausstellte, arbeitete er dort. neben mir an der bar saß ein sichtlich gut gelaunter rolf töpperwien mit 2 begleiterinnen, der grad dabei war, seinen „ich übergieß mich mit alkohol und entzünde mich beim koksen selbst“-trick vorführte, michel friedman ging ihm dabei zur hand.