sommerregen/easy rider

und dann regnet es und du wunderst dich, wieso es plötzlich so still ist. aus der ferne, scheinbar einer anderen welt, hörst du leute unverständliches rufen. du schließt die augen und genießt den geruch. das gefühl. merkst, dass deine klamotten grad im begriff sind, total durchnässt zu werden. ist dein handy eigentlich wasserdicht? auf deinem weg sind überall bäume, aber du weichst ihnen aus, willst dem schutz entgehen und wirkst auf außenstehende wahrscheinlich wie ein vollidiot, weil du nachmittags, scheinbar betrunken, irgendwelche kurven auf dem flachen asphalt siehst. mittlerweile bist du durchnässt, deine lippen benetzt, du fühlst dich frei, entspannst dich, furzt. da entdeckst du, dass neben dir eine kleine ältere dame mit rosafarbenen haaren, die sie mit einer durchsichtigen plastikplanenmütze zusammenhält, steht, die dich von unter ihrem schirm verurteilend anblickt. du drehst die musik auf und fischst das verklebte knoblauchkaugummi aus deiner hosentasche. easy rider. mit stockendem motor. du lachst. hinter einer wolke lugt die sonne hervor und du meinst, einen regenbogen ausmachen zu können. easy fucking rider.