Scheinbar kommt man heute keine zwei Supermärkte weit, ohne dass sich irgendjemand dazu genötigt fühlt, seine Ernährungsentscheidungen zu kommunizieren als würde es irgendjemanden interessieren.

Ich bin Veganer.

Ich finde es ja gut, wenn sich Leute aus ethischen Gründen für irgendeine der zahlreichen Möglichkeiten entscheiden, sei es nun Ayurveda, Frutarismus, Low Carb, Makrobiotik, Rohkost, Trennkost, Veganismus, Vegetarismus oder andere tolle Methoden, mit denen man im Grunde nur signalisieren will, dass alle anderen Menschen in den eigenen Augen Schmutz sind.

Ich bin Veganer.

Vielleicht bin ich da auch übersensibilisiert, in meinem Elternhaus lebten keine Idioten.

Ich bin Veganer.

Aber es muss doch möglich sein, über Burger zu reden, deren Herstellung, die Herkunft des Fleisches, das Schlachten der Tiere und Blut, viel viel Blut, ohne dass irgendjemand vollkommen unpassend einwerfen muss, dass er Veganer ist.

Ich bin Veganer.

Ist das zu viel verlangt?

Ich bin Veganer.

Ist das wirklich zu viel verlangt?

Ich bin Veganer.

Alles, was ich mir wünsche, ist ein klein wenig mehr Anstand und Respekt vor den Ernährungsentscheidungen anderer Menschen.

Ich bin Veganer.

Danke.