ich hatte einmal den auftrag, der datenkrake google den zahn zu ziehen. also holte ich mir ein paar freiberufliche zahnärzte und ein paar griechen – die neuen rumänen – ins boot. anschließend nahm ich tauchunterricht bei ronnie biggs. ausgestattet mit einer neuen identität und einem wohnsitz in rio de janeiro realisierte ich das mißverständnis, reiste nach deutschland zurück und ging in eine richtige tauchschule. meine recherchen im europäischen teil des internets ergaben, dass sich diese datenkrake jenseits des atlantiks aufhielt, meine recherchen bei wikipedia ergaben, dass es sich beim atlantik um einen open source klon des brettspieles monopoly handelte. ich war in einer sackgasse angelangt. weitere recherchen im asiatischen internet blieben erfolglos, auch, weil ich immer auf diesen seltsamen schulmädchenschlüpferbestellseiten hängenblieb. wie sich dann jedoch im impressum der google internetseite herausstellte, verwendete diese datenkrake mehrere adressen weltweit. an land. ich vermutete eine großangelegte verschwörung.

mein team und ich wollten einer der dort für deutschland angegebenen adressen einen besuch abstatten. da ich mich zwischen hamburg und münchen nicht entscheiden konnte, schlug ich einen münzwurf vor. leider wurde diese noch in der luft – wie ich vermute von einem der griechen – gestohlen und die aussicht auf prostituierte ließ mich dann kurzerhand hamburg wählen. ABC-straße 19, 20354 hamburg. ein blick auf meinen atlas verriet mir, dass unweit dieser adresse ein seitenarm der außenalster war. das puzzle fügte sich langsam zusammen. ich rieb mich mit schmand ein, zog meinen taucheranzug an und wir fuhren los.

nach 2h erreichten wir die abc-straße 19. ich war überwältigt, ein gigantisches gebäude mit unfassbar vielen firmenschildern an der front. ich scherzte, um die büroräume von google zu erreichen, müsste man wohl googlen. keiner lachte, ich schobs auf die sprachbarriere, den zahnärzten verzieh ich dies jedoch nicht. noch brauchte ich sie aber, um den auftrag erfolgreich zu beenden. ich schickte einen von ihnen in das gebäude, um nach den büroräumen von google zu fragen, wieder am fahrzeug berichtete er, dass die büros im untergeschoss waren. ein weiteres puzzlestück, ich wollte „es lief so ab“ wie monk sagen und wie ein brillianter detektiv wirken, brachte aber nur ein „passt ma auf, ihr fotzen“ hervor. ich erklärte dem team, dass die büroräume unterirdisch mit der außenalster verbunden waren, von wo aus die datenkrake operierte.

für das weitere vorgehen entschied ich den weg durch die kanalisation. als teamleader seilte ich mich zuerst ab und robbte mittig durch den kanal, mein taucheranzug machte sich bezahlt. die anderen folgten und gingen am rand auf dem gehsteig entlang. wir folgten dem datenstrom, bis wir an einer riesigen eisentür ankamen, die mit einem großen G, einem zahlenfeld und 2 knöpfen versehen war. ich drückte den „i’m feeling lucky“-knopf und die tür öffnete sich. ein raum tat sich vor uns auf, dessen metallene wände mit wasser benetzt waren, 10m hinter der tür, durch die wir ihn betraten, eine weitere tür. offenbar handelte es sich hier um eine schleuse. wir schlossen die erste tür. die zweite tür verfügte über lediglich zwei knöpfe, „öffnen“ und wieder den „i’m feeling lucky“-knopf. ich vertraute meinem glück nicht mehr und ließ deshalb einen der zahnärzte den „i’m feeling lucky“-knopf drücken. und tatsächlich, diesmal war es eine falle, er wurde von karies befallen und verreckte elendig. ich ließ die griechen das taucherequipment aufblasen, als wir alle angezogen waren, drückte ich den „öffnen“-knopf.

die schleuse flutete und schließlich öffnete sich die tür. was wir erblickten, verschlug uns die sprache. eine krake war dort an den grund der alster gekettet. wir konnten sehen, wie nerds in taucheranzügen – erkennbar an der brusttasche mit den stiften und der in der mitte getapeten taucherbrille – mit computertastaturen scheiße in das maul der krake schaufelten, die diese schließlich zerkaute und anschließend sofort wieder in form von goldbarren ausschied. fasziniert betrachteten wir das schauspiel, ich scherzte dem team gegenüber in tauchergebärdensprache, dass das wie ein umgekehrter dieter hoeneß sei. erneut nahmen die zahnärzte davon keine kenntnis. die entscheidende phase des planes stand nun an. ich schickte die griechen zu den nerds, damit sie mit ihnen eine diskussion über proprietäre software vs. open source starteten und schwamm mit den zahnärzten in richtung des kraken. mit meiner engelsstimme sang ich die krake in den schlaf, woraufhin die zahnärzte sofort zur tat über gingen und der krake die zähne zogen. den nerds entging dies nicht, sie kamen angeschwommen und versuchten, mit den tastaturen auf uns einzuschlagen. ich benutzte die zahnärzte als menschliches schutzschild und entkam an die wasseroberfläche, wo mich die griechen bereits empfingen. ich lud sie auf einen snack ein, startete in der dönerbude laut eine diskussion über zypern und ging schließlich allein auf die reeperbahn.