das beste an frauen ist alles. oder ihre für sex verwendbaren körperöffnungen, wenn man nach dem verhalten von männern in clubs geht. dort fühlt man sich dann wie in einem metzgergroßmarkt – modisch angezogene männchen mit rosafarbener haut und einem konstanten schweißfilm auf der stirn betreiben fleischbeschau. ein abend gilt als „erfolgreich“, wenn man sich eine nummer geklärt, rumgemacht, jemanden auf dem klo geknallt oder mit nach hause genommen hat. als ich mir dieses schauspiel das letzte mal gegeben habe, unterhielt ich mich während einer zigarettenpause vor dem club mit einem solchen jäger – vielleicht war er auch sammler, ich habe nicht gefragt. ist meine gesprächsführung verwirrend? hatte adolf hitler 3 brustwarzen? als das gespräch auf die anwesenden frauen kam, wollte er von mir wissen, ob ich „nlp“ beherrsche und wie gut mein „game“ sei. ich verneinte und erwähnte meine wii. er lachte und ging ficken. zuhause masturbierte ich und wikipediate im anschluss „nlp“. anscheinend ist das für sich gewinnen von für sex verwendbaren körperöffnungen so erstrebenswert, dass man daraus eine wissenschaft machen muss: neurolinguistische programmierung. der nerd in mir freute sich über eine weitere programmiersprache, musste jedoch früh erkennen, dass nlp nix mit compilern und variablen zu tun hatte und verzog sich mit einem harry potter-buch schmollend in die ecke. ich beschloss, ein „game“ zu entwickeln und das am nächsten freitag im club zu testen.

dieser eine gameratgeber besagte, dass man sich nicht verbiegen solle, was ich deshalb auch nicht tat. mein „game“ würde also daraus bestehen, unrasiert, mit einer beschissenen frisur, nicht mehr zeitgemäßer kleidung volltrunken und verschwitzt frauen aus nächster nähe debil anzulachen, anschließend ihre brust zu drücken und dabei hupgeräusche zu machen. david de-wer? angekommen im club ergriff ich zu erst pegelrettende sofortmaßnahmen und betrat dann die tanzfläche. überschaubare angelegenheit. ich bewegte mich zwischen den menschen hindurch zu meinen leuten und tanzte den roboter. wir prosteten uns zu und ich nahm einen großen schluck gin-tonic. ab da weiß ich dann nix mehr, aber am nächsten morgen tat mein kinn weh und ich hatte entgangene anrufe von einer „susi“ auf meinem handy. game!
ich schien eine frau aus den fängen eines perversen gerettet und dabei aufs maul bekommen zu haben. und als belohnung dafür hat mir diese dann ihre nummer gegeben. ganz zweifelsohne hatte ich game. nachdem ich auf facebook einen account für „game“ erstellt und diesen als meinen ehepartner eingetragen hatte, rief ich jene susi an und erklärte ihr, einen filmriss zu haben und nicht mehr zu wissen, was gestern vorgefallen ist. wie sie mir daraufhin erklärte, hatte ich scheinbar tatsächlich mein game mit der volltrunkenen debilen lache durchgezogen und bei ihr gehupt, wofür sie mir eine weltraumschelle gegeben hatte, die mich zu boden warf. dort weinte ich „wie ein kleines schulmädchen, das neue standards in jämmerlichkeit zu setzen versucht“, weshalb sie mir aus mitleid und wegen etwaiger versicherungsangelegenheiten ihre nummer gab. offensichtlich log sie, aber versicherungsangelegenheiten? ich ahnte ein date. diese versicherungsangelegenheiten sollten wir besprechen. sie stimmte zu, wir verabredeten ein treffen. unser erstes date. game!

wir trafen uns in einem cafe im bergmann-kiez, sie sah umwerfend aus und hatte ihre haare streng zurückgebunden, typ business bitch, jaa. ich bestellte mir einen tequilla sunrise und begann zu flirten. dabei verlor ich eine kontaktlinse, aber so konnte ich ihr immerhin zuzwinkern ohne, dass sie meine hintergedanken bemerkte. geschickt! game! wir unterhielten uns ein wenig oberflächlich, sie wirkte gereizt, musste noch einkäufe erledigen oder irgendsowas und bremste meine flirtbemühungen immer wieder mit einem verweis auf meine versicherungsdaten, die sie ja noch benötigte, aus. überhaupt sei ja gar nix von dem schleudertrauma zu sehen, von dem ich am telefon erzählte. ok, vielleicht hatte ich am telefon ein wenig übertrieben, aber manchmal kann man nix dagegen machen. gegen game! ich flirtete weiter mit meinen besten sprüchen. „freiwillig, unfreiwillig – hauptsache mit kondom“ sie fand das gar nicht lustig, schüttete mir ihre fanta ins gesicht, stand auf und ging. mit meinem sehenden auge betrachtete ich ihren sich entfernenden arsch. game!