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es gibt im leben eines jeden mannes besondere ereignisse: die erste rasur, das erste geplatzte kondom, die erste verspätete periode, der erste gefälschte personalausweis, der erste umzug…magie! danach? nervige pisse. routine, immerwährend, aus der man nichts lernt. wenn man ein vollidiot ist. ich bin ein vollidiot und gerade so gut blank rasiert, wie ich kann. das kondom in meinem portemonnaie? 3 jahre alt. die periode? 7 wochen überfällig. mein neuer personalausweis? ausgestellt auf doktor konrad tornado aus awesomenistan. den letzten umzug habe ich gerade wieder hinter mir. wohne jetzt wieder bei mutti. in meinem alten kinderzimmer. wie das ein echter mann mit 30 eben macht. die anderen bei der methadonausgabe beneiden mich jetzt immer um meine power rangers-brotdose und das beigelegte „lass es dir schmecken! küsschen, mutti.“-zettelchen. gut, mit frauen ist es dadurch ein wenig komplizierter. aber auch nur bei denen, die es seltsam finden, dass mutter und ich im selben bett schlafen. verstehe nicht, was das problem ist, dann trotzdem sex zu haben. sie hat doch oropax‘ drin. außerdem: irgendjemand muss doch die kamera halten! die richtige kommt bestimmt eines tages noch. sagt mutti auch immer.

und, auch wenn ich nachwievor der meinung bin, dass die meisten menschen hunde, huren, hurenhunde oder – am allerschlimmsten – hundehuren sind, habe ich während dieses umzuges gelernt, dass es sowas wie gute exemplare unter ihnen gibt. leute, die einfach mal am abend vor dem umzug vorbeischauen und dir helfen, 10 kartons zu füllen, ohne auch nur ein wort über das ganze blut an den wänden zu verlieren. die dann nachts neben dir liegen und deinen von „JA, VATER!“-schreien begleiteten zweistündigen einschlafmasturbationsmarathon schlafend zu ignorieren vorgeben. gute menschen mit festem stuhl und buschiger intimbehaarung. menschen, die dir verständnis entgegenbringen, wenn du ein poster von der wand nimmst und sich zeigt, dass deine wände gar nicht beige, sondern nikotine sind. die dir abnehmen, dass der lampenschirm aus realdollhaut ist. die für dich entscheiden, ob du den glastisch noch brauchst und sie ihn fallen lassen sollen. die beim raststättenmcdonald’s auf den pocpoc zeigen und „guck mal, ein neger!“ sagen. gute menschen.

aber so ein umzug hat natürlich auch negative seiten. die anderen menschen. nein: „menschen“. irregeleitete kreuzungen einer kotverkrusteten jeansweste mit einem zu einer popelschnipsmaschine abgewandelten kurzstreckenticket, die das exzessive starren in ihren schritt nicht mit selbigem erwidern. gottverdammte freaks. du willst mit ihnen zurechtkommen, aber musst die ganze zeit unterdrücken, ihnen irgendwelche sorbischen beleidigungen entgegenzuschleudern. diese „menschen“ sorgen nämlich im verlauf eines umzuges, genauer gesagt bei der fahrt im „robbentransporter“ „hehe“ dafür, dass du dich fragst, wieso es noch kein gutmenschenfestival gegen small talk gab. „jaja, du betreibst hier small talk, während in afrika kinder nietzsche rezitieren müssen!“ sollte eine standardfloskel werden. man sieht es mir vielleicht nicht an, aber ich bin irgendwie nicht so daran interessiert, von jedem menschen, der mir begegnet, zu erfahren, wann er sich das letzte mal in einer ähnlichen situation befand, was er dabei fühlte, wer noch alles anwesend und wie verdammt AWESOME das ganze war. ach, das letzte mal, als du in so einem transporter fuhrst, war beim umzug von björn? dieses lied hast du das letzte mal total betrunken auf dieser doch eher lahmen hipsterparty in prenzelberg gehört? ach, die anwesenden frauen haben’s dann doch gerettet? oh, nur „hätten“? der alkohol, ja, der alkohol. UND JETZT BRING BITTE NOCH EIN SPRICHWORT ALS POINTE! ich nicke diesen „menschen“ dann meist einfach nur freundlich zu und hoffe, dass sie auf dem nachhauseweg von aidskranken junkies den knigge aus der seele vergewaltigt kriegen. menschen. alle krank.

und umzüge? offensichtlich nichts für mich. mein nächster umzug wird beim weltuntergang sein. dann ziehe ich zu dieter bohlen in die hölle. ich mag leder. außerdem bestimmt unterhaltsam, mit ihm in alle ewigkeit c-promi-bimbos in richtung rtl2-kameras zu ficken. immer noch besser als small talk.

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